Start-Up aus Augsburg macht Gütertransport nachhaltig

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Der Gütertransport ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, den ein Start-Up aus Augsburg nachhaltig gestalten will.

Der Güterverkehr in Deutschland ist einer der europaweit stärksten, egal ob innerhalb des Landes oder als Transitstrecke zwischen unseren europäischen Nachbarn. Über 80 Prozent aller Waren in Deutschland werden schon heute auf der Straße transportiert. Das Verkehrsministerium des Bundes prognostiziert, dass der Anteil des Güterverkehrs steigen wird. Im Gegensatz zu 2010 werden im Jahr 2030 beinahe 38 Prozent mehr Güter durch Deutschland rollen. Eine erhebliche Belastung für die Straßennetze. 

So wird der Gütertransport nachhaltig

Umso wichtiger ist es, dass jeder Transport so nachhaltig wie möglich durchgeführt wird. Ein Schlüssel in der Transportkette von Waren ist die Verladung. Es ist nicht ökologisch, wenn ein LKW eine lange Transportstrecke zurücklegt und der Laderaum nur wenig oder falsch gefüllt ist. Im schlechtesten Fall zahlt dafür nicht nur die Natur einen Preis durch die ausgestoßenen Schadstoffe. Auch der Spediteur, der eventuell mehr LKWs  für die Ladung losschicken muss, hat möglicherweise finanzielle Einbußen. Gerade bei steigenden Dieselpreisen und immer volleren Autobahnen, die einen Transport durch Stau oder Baustellen  eventuell verzögern, ist das unwirtschaftlich. Dasselbe gilt für die Beladung von Containern für Schiffe oder Güterzüge. Auch hier ist die effektive  und ökologische Beladung und Disposition der Waren ein Schlüsselelement.

Eine effiziente Lösung für das Beladen kommt dabei aus Augsburg. Das Start-up LOG.IG der Gründerinnen Franziska Bartenschlager und Saskia Reuter entwickelt eine optimierte Transportlogistik mittels innovativem Frachtvermessungssystem. Das Unternehmen selbst entstammt der Hochschule Augsburg und ist Teil des HSA_funkenwerks. Mit seinem dort angesiedelten Inkubatorprogramm unterstützt die Hochschule junge Unternehmerinnen und Unternehmer von der ersten Idee bis hin zur Existenzgründung und darüber hinaus. Das Team von LOG.IG kann bereits erste Erfolge verzeichnen: 2021 erhielt das Start-up für seine Idee sowohl den Preis des „Idea Slam“ von „Augsburg gründet!“ und ein Exist-Stipendium des Bundeswirtschaftsministeriums. 

Automatisierte Tourenplanung durch LOG.IG

LOG.IG plant, mithilfe einer Software eine optimale und effiziente Tourenplanung zu erreichen. „Wir gestalten die Logistik durch unsere Lösung produktiver, innovativer und effizienter – für glücklichere Kunden und Mitarbeitende sowie eine nachhaltigere Zukunft“, erläutern die Gründerinnen ihre Idee. Mithilfe von Kameras werden Packstücke und deren Größe sowie Besonderheiten, wie Warnhinweise, erfasst. Anschließend werden diese Daten für die optimale Tourenplanung mittels der automatisierten Disposition von LOG.IG verwendet, wodurch eine effizientere Planung möglich ist. Dieses Vorgehen spart dem Spediteur Zeit und Planungsaufwand. Zudem wird mit einer effizienteren Tourenplanung ein wesentlicher Beitrag zur Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen geleistet.

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